Tagesbericht Tag 1

22 Uhr genug gefahren für Heute. Als Abschluss gab es noch ein paar Bilder von meinem Stellplatz. Jetzt ist erstmal Zeit für ein Glas Wein, eine Scheibe Brot mit Käse und einen kleinen Rückblick auf den Tag.

Man könnte meinen, daß irgendwer etwas gegen diese Reise hat und  den damit verbundenen Zweck. Von den Problemen imVorfeld hatte ich ja schon berichtet.  Daß es aber nun auf der A2 am Tag bvorher so kracht, daß die zu meinem Start immer noch gesperrt ist, ist schon harter Tobak.

Der Wettergotte hat auch seine Launen rausgelassen, zwischendurch gab es mal kurzzeitigen Sonnenschein, aber dann hat es wieder so geschüttet, daß selbst die höchste Stufe am Scheibenwische nix brachte.

Ein komisches Erlebnis, wenn man auch der Autobahn genau sehen kann, wo der Regen anfängt.  So scharf wie ein Schatten war teilweise der Regen abgegrenzt. Von einem Moment in den nächsten fuhr ich aus dem Sonnenschein in den Weltungergang. Das hat aber einige Schweden nicht davon abgehalten, dem Skandinavischen Volkssport zu fröhnen. Ich habe wirklich mitten im Regen Leute golfspielen gesehen.

Was gibt es noch zu berichten?

Deutschland ist Entwicklungsland, was das mobile Netz betrifft. Ich hatte in Deutschland ständig Probleme mit der Datenübertragung, teilweise ging fast eine Stunde lang nix. Für Live-Übertragung nicht geeignet. :-(

Kaum war ich in Dänemark, trötete die Warnung, daß nix übertragen wird, so gut wie gar nicht mehr, in Schweden auch alles Top. Liebe T-Mobile, das sollte Euch  zu denken geben, es gibt noch viel zu tun!

Kleine Anektdote am Rande, in Schweden sind die „Schwarzen Sheriff“ genauso wichtig wie in Deutschland. Als ich im grossen Supermarkt am Einkaufen war, kam einer an und wies mich darauf hin, daß Filmen dort nicht erlaubt sei.  Ich machte ihm klar, daß ich nur was zu essen wolle und da ich eh schon an der Kasse stand, hat er nix weiter gemacht. Wäre eh zu spät gewesen, die Bilder waren Dank gutem Netz im Schweden schon auf dem Server :-)

Ich werde jetzt noch ein Scheibchen Polarbröd essen (so eine Art süsser Weissbrotfladen) , ein Gläschen Wein trinken, die Akkus für morgen aufladen und dann mal langsam die Kontaktlinsen raus nehmen. Brille geht mit der Kamerakonstruktion ja nicht.

Morgen wird auch noch mal recht viel Strasse zu sehen sein, wenn das Wetter gut ist, zeige ich Euch vorher aber noch mal die Bohus Festung. Ab Mittwoch wird es dann von der Landschaft interessanter, dann werde ich, wenn das Wetter es zulässt auch mal öfter anhalten und ein paar Schitte gehen, damit Ihr hier auch mal was Anderes zu sehen bekommt, als nur den Blick aus dem Auto.

Bis Morgen, ich schätze, daß ich wieder so gegen 10 Uhr starten werde.

Wenn jemand Fragen hat, darf er die hier gerne stellen, morgend abend bin ich wieder hier und kann dann schauen, ob ich sie beantworten kann.

Bis dann, ha det!

 

Comments: 8

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Zappa und der kleine Tiger!
 

Hi Gerrit,

da ham der kleene Tiger und ick ja janz schön gestaunt…, im Laden halt ma den Kopp stüll, damüt ma wat schaafes rauskummt. Und wenn du rothaarigen uffen Popi kiekst: Dit is meine Baustelle – klaro?

LG vom Zappa und dem kleinen Tiger (… der hofft dite von janzen Jojurt keen Flützekack krichst!)

 

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Grüß dich Gerrit,

eine Frage aus KN:

… frage mich gerade, ob Sendepause ist,
wenn Gerrit auf den Topf muss …
😉

Ich will mal generell fragen, wie oft hast du am 1. Tag die Kamera bewusst ausgemacht, um etwas nicht aufzuzeichnen? Wenn ja, in welchen weiteren Situationen? Hast du die Möglichkeit Bilder vor dem Senden zu entfernen, so dass die nicht online erscheinen?

Mal Fragen, die ich hatte:

Wie sieht das mit den vielen Nummernschildern aus, werden die im Nachhinein geschwärzt? Und auch allgemein der rechtliche Aspekt, da du Leute aufnimmst, die das vielleicht gar nicht wollen?

Und noch die letzte Frage, wie oft musst du den Leuten erklären was du da eigentlich machst und was antwortest du denen?

Gruß Const.

 

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Beim Pinkeln muss ich nach oben schauen :-)

Zu den Leuten: Ich versuche einzelne Leute zu vermeiden, gezielt wegzuschauen. Wenn sich trotzdem jemand gestört fühlen sollte, dann kann er gerne Bescheid geben, wird das Bild ggfls entfernt.

Wobei es für Kunst eh eine Ausnahme gib, was das Recht am eigenen Bild betrifft:

KunstUrhG
§ 23 (1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden:
….
4.
Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient.

Mein Kontakt mit Leuten hielt sich bisher in Grenzen, die meisten schauen nur komisch. Ab und zu trifft man auf Interesse, bei jüngeren Leuten wohl tendenziell noch eher.

 

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Meinungsbildner
 

Hier geht es doch mehr um den eigenen ‚Kick‘, als um eine selbstlose Spendenaktion … Der Diesel oder was auch immer wird der Umwelt auch schaden bei diesem Spaßprojekt.

 

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    @Meinungsbildner:
    Also Spass ist was Anderes als in einer Woche zum Nordkap hoch, glaub mir, das schlaucht ganz schön.
    Gib mir 4 Wochen für eine Tour, dann können wir über den Spass oder „Kick“reden.

    Was die Umwelt betrifft: besorg mir nen Sponsor, ich habe schon angeboten, Stundenlohn und Spesen, dann geh ich auch zu Fuß.

    Bis dahin muß ich aber noch Geld verdienen nebenher, also bleibt die Zeit für sowas recht begrenzt…

     

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Meinungsbildner
 

Schon mal was von Glückshormonen gehört, die durch Stress ausgelöst werden? Wie bei einem Sportler gehört der Zustand der Erschöpfung gerade zum sogenannten ‚Kick‘ dazu. Gerade das ‚An die Grenzen gehen‘ macht ja den ‚Kick‘ aus. Insofern bestätigst Du meine/unsere These.

Nein, Hilfe sieht nicht so aus, dass man Tausende von Kilometern von Denen weg fährt, die man unterstützen will. Man geht auf sie zu und hilft den Bedürftigen DIREKT. Der Lohn ist eben dann nur ein Lächeln und kein ‚Kick-Event‘.

Da Du ja über Deine finanzielle Lage kein Geheimnis machst, drängt sich für uns (Eltern eines behinderten Kindes) der dringende Verdacht auf, dass Du Dir Deinen SommerUrlaub ’09 sponsoren läßt – inklusive Publicity als Werbedarstellung zum Künstler.

Wir haben viele Menschen vorort erlebt, die uns eine echte Hilfe waren im Alltag mit einem behindertem Menschen.

Aber solche Aktionen haben stets zum Ziel, nur dem Veranstalter zu helfen und als Nebeneffekt noch ein paar Euros zu spenden. Natürlich nicht das eigene Geld, sondern das der Anderen, die bereitwillig etwas Abkaufen. Würden die Anderen das nicht tun, käme auch keine Hilfe.

Zur Umwelt lautet Deine Antwort: Gib mir, gib mir einen Sponsor, oder ich verpeste sie dann einfach doch. Als wären diejenigen verantwortlich, die Dich nicht sponsoren. Man kann es sich auch einfach machen, nicht wahr …

 

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    @meinungsbildner
    Deine Vorurteile kann Dir niemand so einfach nehmen und den „Verdacht“, der aus diesen entsteht, erst recht nicht.
    Ich kann dazu nur eines sagen: Ich habe im Vorfeld einen Sponsor gehabt, der mich technisch unterstützt, ich hätte das Projekt so oder so gemacht, ich finde es spannend, diese Gegensätze aus moderner Technik und Natur, die verschiedenen Aspekte, die in das Projekt und die Ergebnisse mit einfliessen (vom Zufall, über die Tatsache, daß es auch eine Art Zeitrafferfilm ist, über die kritische Auseinandersetzung mit Überwachungskameras bis zu dem Kontakt mit den Leuten unterwegs und vieles Anders…)

    Die Idee mit dem Verkauf auch etwas Gutes zu tun, kam von mir, ich habe mir gesagt, ich gebe etwas ab von dem, was vielleicht wieder rein kommt. Und ich gehe so weit, daß ich etwas weg gebe, bevor ich auch nur ansatzweise meine Kosten wieder gedeckt habe. Wenn ich die Herstellungskosten, den Versand und die besondere, benötigte Verpackung beachte, bleiben mir pro Bild in etwa auch nur 3-4 Euro.
    Dabei habe ich dann an jedem Bild, was ich verschicke noch einmal eine Tüte voll Arbeit. Zuordnen der Bestellung, Bild suchen, mit GPS Daten und Zeit versehen, verarbeiten, signieren, sicher eintüten, zur Post bringen und mich auch noch darum kümmern, daß es bezahlt wurde/wird.

    Um allein die Kosten der Fahrt zu decken (kein Lohn, kein Luxus für mich, nicht einmal Essensspesen), müsste ich ca 500-600 Bilder verkaufen, das wären dann schon 1500-1800 Euro an Spenden. Die Zusatzkosten der „Bonusrunde“ mal aussen vor und ebenso die Verwaltungskosten, die Logistik des Verkaufes.

    Also bevor ich auch nur einen Euro verdient habe, nur meine Kosten wieder drin habe, verschenke ich eine Geldsumme, welche ein Mindestarbeitslohn für diese Zeit gewesen wäre. Glaubst Du wirklich, nur weil auch was an einen guten Zweck geht, kaufen plötzlich doppelt so viele Leute? Bzw noch mehr, damit es sich für mich auch „lohnt zu spenden“, wie Du mir unterstellst?

    Du tust Deiner Sache übrigens einen Bärendienst, denn so wie Du mir hier Dinge unterstellst und mit vorwirfst, werde ich mir beim nächsten Mal überlegen, ob ich nochmal bereit bin zu spenden, bzw nicht lieber an das Tierheim oder Amnesty International spende.

     

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